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Avalkredit einfach erklärt: Sicherheiten stellen, ohne Geld zu binden

Baustelle: Für große Aufträge verlangen Auftraggeber Sicherheiten

Ein Avalkredit ist ein Kredit, bei dem kein Geld fließt. Die Bank leiht Ihnen nichts – sie leiht Ihnen ihren Namen. Sie verspricht Ihrem Auftraggeber: Wenn dieses Unternehmen seine Pflichten nicht erfüllt, zahlen wir. Genau das ist eine Bürgschaft. Für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Händler ist das Alltag, denn ohne Sicherheit gibt es viele Aufträge gar nicht erst.

Was ist ein Avalkredit – in einem Satz?

Ein Avalkredit ist die Zusage eines Kreditinstituts, für eine Verpflichtung seines Kunden einzustehen. „Aval“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet Bürgschaft. Sie bekommen also kein Darlehen, sondern eine Urkunde, die Ihr Auftraggeber als Sicherheit akzeptiert. Solange alles läuft wie vereinbart, zahlt die Bank nie einen Cent.

Baustelle mit Kran vor blauem Himmel
Große Aufträge ohne Sicherheit? Kommt in der Praxis selten vor.

Wie das im Alltag aussieht

Ein Betrieb gewinnt einen Auftrag über 400.000 Euro. Im Vertrag steht eine Vertragserfüllungsbürgschaft über fünf Prozent, also 20.000 Euro. Der Betrieb legt sie vor, arbeitet, rechnet ab – und bekommt die Urkunde nach der Abnahme zurück. Danach folgt meist die nächste: die Gewährleistungsbürgschaft, oft über mehrere Jahre.

Ohne Bürgschaft müsste der Betrieb den Betrag bar hinterlegen oder einen Sicherheitseinbehalt akzeptieren. Beides kostet Liquidität – Geld, das im laufenden Betrieb fehlt.

Avalrahmen, Avalkreditlinie, Avallinie – ist das dasselbe?

Ja, gemeint ist jeweils der Gesamtbetrag, bis zu dem Ihr Bürge Urkunden ausstellt. Wer einen Avalrahmen von 300.000 Euro hat, kann mehrere Bürgschaften parallel laufen lassen, solange die Summe darunter bleibt. Wird eine Urkunde zurückgegeben, wird der Rahmen wieder frei. Deshalb lohnt es sich, abgelaufene Bürgschaften konsequent zurückzufordern – jede vergessene Urkunde blockiert Spielraum für den nächsten Auftrag.

Was kostet ein Aval?

Sie zahlen keine Zinsen wie beim Darlehen, sondern eine Avalprovision: einen Prozentsatz des verbürgten Betrags, meist jährlich abgerechnet. Wie hoch er ausfällt, hängt vor allem von Ihrer Bonität ab, außerdem von der Art der Bürgschaft und den hinterlegten Sicherheiten. Bei Gewährleistungsbürgschaften sind Sätze von unter einem Prozent erreichbar; kurzfristige Bietungsbürgschaften liegen deutlich darüber.

Merken: Nicht der Betrag entscheidet über den Preis, sondern Ihre Bonität. Eine gute Bilanz senkt die Provision – hinterlegte Sicherheiten senken sie zusätzlich.

Der Haken am Bankaval: Es belastet Ihre Kreditlinie

Ein Avalkredit läuft über Ihre Hausbank und wird dort auf die Kreditlinie angerechnet. Das heißt: Jede Bürgschaft verkleinert den Spielraum für den Kontokorrent. Genau dann, wenn viele Aufträge gleichzeitig laufen – also wenn Sie Vorfinanzierung brauchen – ist am wenigsten Luft. Dazu verlangen Banken häufig zusätzliche Sicherheiten.

Vertragsunterlagen und Stift auf einem Schreibtisch
Beim Auftraggeber landet die Urkunde – nicht Ihr Geld.

Die Alternative: der Kautionsversicherer

Kautionsversicherer stellen dieselben Urkunden aus, aber außerhalb Ihrer Bankverbindung. Ihre Kreditlinie bleibt frei, die Sicherheiten fallen in der Regel geringer aus.

Wie sich beide Wege unterscheiden, zeigt die Übersicht:

  Avalkredit über die Bank Kautionsversicherung
Kreditlinie wird belastet bleibt frei
Sicherheiten oft umfangreich in der Regel geringer
Kosten abhängig von Bonität und Bankkonditionen häufig günstiger, ebenfalls bonitätsabhängig
Zuständigkeit Firmenkundenbetreuer spezialisierter Versicherer

Welcher Weg günstiger ist, lässt sich nicht pauschal sagen – deshalb holen wir für jede Anfrage mehrere Angebote ein. Mehr dazu auf unseren Seiten zu Bankbürgschaft und Bürgschaftsversicherung sowie zur Kautionsversicherung.

Häufige Fragen zum Avalkredit

Ist ein Avalkredit ein echter Kredit?

Nein. Es fließt kein Geld an Sie. Die Bank übernimmt ein Risiko und lässt sich dieses Risiko mit der Avalprovision bezahlen. Erst wenn der Auftraggeber die Bürgschaft in Anspruch nimmt, zahlt die Bank – und holt sich das Geld anschließend bei Ihnen.

Wie hoch ist die Avalprovision?

Sie wird als Prozentsatz pro Jahr auf den Bürgschaftsbetrag berechnet. Die Spanne ist groß: Bei guter Bonität und langlaufenden Gewährleistungsbürgschaften sind Sätze unter einem Prozent möglich, bei kurzfristigen Bietungsbürgschaften liegen die Kosten höher.

Was passiert, wenn der Auftraggeber die Bürgschaft zieht?

Der Bürge prüft die Voraussetzungen und zahlt gegebenenfalls an den Auftraggeber. Dieser Betrag wird anschließend bei Ihnen fällig. Deshalb gilt: Eine Bürgschaft ist kein Schutz vor eigenen Fehlern, sondern eine Sicherheit für die Gegenseite.

Wie schnell bekomme ich eine Bürgschaft?

Nach vollständigen Unterlagen und Bonitätsprüfung liegen die Angebote meist zügig vor. Wie lange es dauert, hängt vor allem davon ab, wie vollständig die Unterlagen eingehen – Jahresabschluss und Auftragsunterlagen sind die üblichen Verzögerer.

Avalrahmen ausgeschöpft – oder noch gar keinen?

Wir vergleichen für Sie Bank und Kautionsversicherer und holen mehrere Angebote ein. Anfrage starten oder rufen Sie uns an – eine Einschätzung bekommen Sie in der Regel noch am selben Tag.

Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für Ihren konkreten Vertrag gilt, was dort vereinbart ist.
Bilder: Airam Dato-on und cottonbro studio via Pexels.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und automatisiert veröffentlicht. Redaktionell verantwortlich: truck-broker GmbH – Rückfragen an info@truck-broker.de.